

Hinweis: In diesem Beitrag fassen wir zentrale Erkenntnisse aus einer Folge des torq.partners Finance Podcasts zusammen. Bas Scheele, Managing Partner bei torq.partners Benelux, teilt Einblicke aus M&A- und Fundraising-Transaktionen und erklärt, wie M&A Bewertung, Vorbereitung und Verhandlung im M&A Prozess heute ablaufen.
Die Marktphase nach den Boomjahren 2020 und 2021 ist anspruchsvoller geworden. Fundraising ist für viele Unternehmen schwieriger, Investoren sind deutlich selektiver und nicht jede Wachstumsstory findet noch leicht Kapital. Gleichzeitig sitzt bei strategischen Käufern und bei Private-Equity-Fonds weiterhin Kapital, das in überzeugende Targets investiert werden soll.
Gerade deshalb rückt der M&A Prozess wieder stärker in den Fokus. Für viele Startups und Scaleups ist ein Verkauf nicht mehr nur eine theoretische Option, sondern eine realistische strategische Alternative. Der Markt wirkt anspruchsvoller: Gute Deals sind möglich, aber vor allem für hochwertige Assets, bei denen eine überzeugende Unternehmensbewertung Startup und eine klare Equity Story zusammenpassen.
Strategische Käufer und Finanzinvestoren schauen auf unterschiedliche Weise auf denselben Vermögenswert. Ein strategischer Käufer bewertet nicht nur das Unternehmen als eigenständiges Geschäft, sondern auch den Mehrwert, den es innerhalb des eigenen Konzerns stiften kann. Dazu gehören Synergien, Zugang zu Kunden, schnellere Produktentwicklung oder zusätzliche Umsatzpotenziale.
Finanzinvestoren betrachten ein Unternehmen stärker als eigenständiges Investment. Sie fragen, wie sich das Geschäft weiterentwickelt, welchen Wert es in einigen Jahren haben kann und wie sich daraus ein attraktiver Exit erzeugen lässt. Genau diese Faktoren spielen auch bei der M&A Bewertung und der Unternehmensbewertung Startup eine zentrale Rolle im M&A Prozess.
Das erklärt auch, warum strategische Käufer in bestimmten Fällen höhere Preise zahlen können als reine Finanzinvestoren.
Fundraising und M&A sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, folgen aber unterschiedlichen Logiken. In einer Finanzierungsrunde fließt neues Kapital in das Unternehmen, um Wachstum zu finanzieren. Die Bewertung orientiert sich daher häufig stärker an Zukunftspotenzial, Marktgröße und der Annahme, dass mit frischem Kapital ein deutlich größerer Wert geschaffen werden kann.
Bei einer M&A-Transaktion steht hingegen meist der Verkauf bestehender Anteile im Vordergrund. Käufer prüfen genauer, was heute belastbar ist, welche Risiken bestehen und wie die nächsten Entwicklungsschritte realistisch aussehen. Deshalb unterscheidet sich eine Fundraising-Bewertung häufig von der M&A Bewertung, die im M&A Prozess tatsächlich erzielt werden kann.
Es gibt mehrere Werttreiber, die in Transaktionen immer wieder entscheidend sind. Das Team ist ein essenzieller Teil davon. Gerade Investoren schauen sehr genau darauf, wer ein Unternehmen führt, wie stark das Gründerteam ist und ob es schon einmal bewiesen hat, dass es Wachstum steuern kann. Ebenso wichtig ist der Markt: Ein überzeugendes Produkt allein reicht nicht, wenn der adressierte Markt zu klein oder nicht attraktiv genug ist.
Dazu kommt die Equity Story. Käufer und Investoren wollen verstehen, welches Problem das Unternehmen löst, warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist und wie sich die Strategie in belastbaren Kennzahlen niederschlägt. Narrative allein reichen dabei weniger als früher: Entscheidend ist, ob sich Vision und Zahlen sauber miteinander verbinden lassen, um eine überzeugende M&A Bewertung und eine realistische Unternehmensbewertung Startup im M&A Prozess zu ermöglichen.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Datenqualität. Ein schlecht strukturierter Datenraum, uneinheitliches Reporting oder fehlende Unterlagen schwächen nicht nur den Eindruck, sondern können konkret zu Preisabschlägen führen. Deal-Readiness ist deshalb immer auch ein Finance-Thema. Genau hier setzen oft Transaction Services an, um Reporting, Unterlagen und Zahlenlogik transaktionsfähig aufzustellen und einen M&A Prozess professionell vorzubereiten.

Ein guter Deal entsteht nicht nur durch ein gutes Unternehmen, sondern auch durch einen klug geführten M&A Prozess. Der Wettbewerb zwischen mehreren Interessenten ist ein wesentlicher Hebel für Bewertung und Verhandlungsmacht. Wer einen strukturierten, klar getakteten M&A Prozess aufsetzt, schafft bessere Voraussetzungen für attraktive Angebote.
Dazu gehört auch, dass Gründer*innen und CFOs früh verstehen, dass der Prozess selbst Teil der Wertschöpfung ist. Dokumentation, klare Kommunikation, saubere Zeitlinien und professionelle Vorbereitung machen es Käufern leichter, Vertrauen aufzubauen. Und Vertrauen wirkt sich direkt auf Tempo, Kaufpreis und Transaktionssicherheit im M&A Prozess aus.
Die Entscheidung für Fundraising oder Exit ist nicht nur eine Marktfrage, sondern auch eine persönliche. Wenn sich abzeichnet, dass die eigene Rolle in den nächsten Jahren nicht mehr zur Entwicklung des Unternehmens passt, sollte nicht erst reagiert werden, wenn der Druck bereits hoch ist.
Denn ein M&A Prozess dauert, und nach dem Signing oder Closing folgt häufig noch eine Phase, in der Gründer an Bord bleiben. Auch wenn Fundraising stockt, ist nicht immer die sofortige nächste Runde die beste Lösung. In manchen Fällen ist es sinnvoller, einen Prozess zu pausieren, das operative Geschäft zu stärken und später mit besserer Traktion oder einer anderen strategischen Option in einen M&A Prozess zurückzukehren.
Transaktionen sind selten rein rational. Gerade in founder-led Prozessen spielen Emotionen eine große Rolle, etwa wenn Käufer nach der Due Diligence mit Preisabschlägen argumentieren oder Vertrauen im M&A Prozess verloren geht.
Ein guter Advisor hilft deshalb nicht nur bei Modellierung und Unterlagen, sondern auch bei der Einordnung solcher Situationen. Manches ist taktisch, manches substanziell. Die Aufgabe besteht darin, einen kühlen Blick zu behalten, Interessen sauber zu trennen und die Verhandlung im M&A Prozess konstruktiv zu halten, auch wenn der Druck hoch ist.
Nicht jeder Advisor passt zu jedem Unternehmen. Neben Track Record und Segmenterfahrung ist vor allem wichtig, wie sich die Zusammenarbeit anfühlt. Ein M&A Prozess ist intensiv, fordert schnelle Abstimmung und verlangt viel Vertrauen. Deshalb zählt nicht nur Fachlichkeit, sondern auch persönlicher Fit.
Gleichzeitig hilft Spezialisierung. Wer regelmäßig Technologieunternehmen begleitet und ein belastbares Netzwerk zu Käufern und Investoren mitbringt, kann M&A Prozesse gezielter aufsetzen und bessere Gesprächspartner identifizieren. Für Startups und Scaleups ist das oft ein wesentlicher Unterschied.
torq.partners begleitet Startups und Scaleups in Transaktionen und in der Vorbereitung darauf – von Deal-Readiness und Zahlenstory bis zur strukturierten Umsetzung im Prozess. Dazu gehören Transaction Services und Mergers & Acquisitions sowie Interim CFO-Support, um Reporting, Datenraum und Entscheidungsfähigkeit in einen Zustand zu bringen, der auch unter Due-Diligence-Druck standhält.