Due Diligence

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Definition

Eine Due Diligence ist eine Prüfung, die zum Beispiel bei einer Fusion oder Firmenübernahme die finanzielle, rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Verhältnisse analysiert. Konkret beschäftigt sie sich mit Aspekten wie Umsatzzahlen und mögliche Verbindungen zu Formen der Wirtschaftskriminalität wie Steuerhinterziehung und Korruption. Beim Aufdecken etwaiger Risiken, die im Zusammenhang mit einer Geschäftsbeziehung auftauchen können, spielt sie eine essentielle Rolle. Neben Unternehmensübernahmen werden Due Diligence Prüfungen regelmäßig im Rahmen von Börsengängen und Investitionen eingesetzt. Eine korrekt durchgeführte Due Diligence gibt Aufschluss über den wahren Wert oder die Kosten eines Geschäfts und stellt sicher, dass es keine Diskrepanzen zwischen der Außendarstellung eines Unternehmens und seine tatsächlichen Wert gibt. Aufgrund der Komplexität des Verfahren werden meist externe Berater wie Rechtsanwälte, Gutachter, Steuerberater, Unternehmensberater oder Wirtschaftsprüfer herangezogen.

‍Welche Arten der Due Diligence gibt es?

Abhängig von den Risiken der jeweiligen Transaktion werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und es kommen unterschiedliche Arten der Due Diligence zum Einsatz. In vielen Fällen kommt es auch zu Überlappungen, da mögliche Risiken in unterschiedlichen auftreten können.

Weit verbreitet sind vor allem die folgenden drei Arten:

Financial Due Diligence

Die Form der Due Diligence konzentriert sich auf die Überprüfung der vorgelegten Finanzinformationen und die Bewertung der zugrunde liegenden Leistung des Unternehmens.

Legal Due Diligence

Hier werden die rechtlichen Grundlagen einer Transaktion untersucht, um zum Beispiel sicherzustellen, dass das Zielunternehmen die Rechte an etwaigem geistigen Eigentum besitzt. Zudem werden meist Rechtsstruktur, Verträge, Darlehen und Eigentum überprüft.

Commercial Due Diligence

Hier wird die Geschäftsplanung eines Unternehmens quantitativ untersucht, um herauszufinden, inwiefern sich das Unternehmen sich eine nachhaltige Position im Markt erarbeitet hat und ob Wachstumspotenzial besteht.

Zudem kann in Vendors Due Diligence und in Buy Side Due Diligence unterschieden werden. Die Begriffe werden abhängig davon verwendet, ob der Käufer oder Verkäufer eines Unternehmens die Due Diligence Prüfung durchführen lässt. Bei der Vendors Due Diligence beauftragt der Verkäufer eines Unternehmens die Überprüfung, bei der Buy Side Due Diligence der Käufer. Die Vendors Due Diligence wird meist dann gewählt, wenn es mehrere Kaufinteressenten für ein Unternehmen gibt, die an einer Überprüfung Interesse haben. Bei einer Buy Side Due Diligence lässt ein Kaufinteressent Expertens basierend auf der Überprüfung der Chancen und Risiken des Unternehmens eine Bewertung vornehmen. Auf der Grundlage des Berichts kann der einen Kaufpreisvorschlag machen.

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